Alles wird nicht gut

Mit Kindern über Krieg, Verfolgung und Vertreibung reden? Diese beiden Bücher können einen Einstieg ins Gespräch ermöglichen:

Bild: Klett Kinderbuch
Bild: Klett Kinderbuch

Kirsten Boie: Bestimmt wird alles gut. Illustriert von Jan Birck. Ins Arabische übersetzt von Mahmoud Hassanein (Klett Kinderbuch, Leipzig 2016, 48 Seiten, 9,95 Euro, ab sechs Jahren)

»Ich möchte ein friedliches Leben für meine Kinder«, lässt Kirsten Boie in der auf einem realen Fall basierenden Fluchtgeschichte Bestimmt wird alles gut den syrischen Vater sagen, der mit seiner Familie in Homs lebt. Die Eltern beschließen, vor dem Krieg zu fliehen und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Im Mittelpunkt stehen die beiden älteren Kinder, Rahaf und ihr Bruder Hassan, Weiterlesen „Alles wird nicht gut“

„Hühner-KZs“ und das „Auschwitz der Tiere“ – Die Frage nach der Legitimität des Holocaust-Vergleichs

Ist die heutige Praxis der Tierhaltung und -ausbeutung mit den Konzentrationslagern der Nazis vergleichbar und „darf“ man diesen Vergleich ziehen?

Wenn man den Holocaust an den europäischen Juden dem heute weltweit stattfindenden Schlachten von sogenannten Nutztieren gegenüberstellt, spielen – wenn auch unausgesprochen – immer die Opfer- und Todeszahlen in den vermeintlichen Vergleich mit hinein, was zwangsläufig zu einer Relativierung des Holocaust und seiner Opfer führt. Weiterlesen „„Hühner-KZs“ und das „Auschwitz der Tiere“ – Die Frage nach der Legitimität des Holocaust-Vergleichs“

„Was hätte Goethe wohl von all diesen Goethe-Liebhabern gedacht?“

Bild: btb
Bild: btb

Soazig Aaron: Klaras Nein (btb, München 2005, 192 Seiten, antiquarisch)

Darf man das? Als Nicht-Jüdin, als Nicht-Dabeigewesene, als Nachgeborene ein Buch über Auschwitz schreiben? Zumal ein fiktives Buch, das dennoch oder vielmehr deshalb seine eigene Wahrheit enthält. Weiterlesen „„Was hätte Goethe wohl von all diesen Goethe-Liebhabern gedacht?““

Einsatzbesprechung 05/15: Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen

Bild: Rowohlt
Bild: Rowohlt

Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen (Rowohlt, Reinbek 1999, 28. Auflage, 288 Seiten, € 9,99)

Ein sehr berührendes Buch über das Leben und Überleben in Auschwitz und Buchenwald – aus der Perspektive eines Jugendlichen, der den unermesslichen Schrecken als eine Art Überlebenstraining schildert Weiterlesen „Einsatzbesprechung 05/15: Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen“

Einsatzbesprechung 03/15: Michel Bergmann: Die Teilacher

Bild: Arche
Bild: Arche

Michel Bergmann: Die Teilacher (Arche, Zürich 2010, 288 Seiten, € 19,90)

Zugegeben, es ist jetzt schon ein paar Jahre her, dass ich das Buch Die Teilacher von Michel Bergmann gelesen habe, aber es ist mir in so herzergreifend warmer Erinnerung geblieben, dass es jetzt unbedingt Teil der Einsatzbesprechungen werden muss, denn gute Bücher gehören rezensiert, egal, wie lange ihr Erscheinen schon zurückliegen mag Weiterlesen „Einsatzbesprechung 03/15: Michel Bergmann: Die Teilacher“

Einsatzbesprechung 02/15: Derek B. Miller: Ein seltsamer Ort zum Sterben

Bild: Rowohlt
Bild: Rowohlt

Derek B. Miller: Ein seltsamer Ort zum Sterben (Rowohlt, Reinbek 2013, 416 Seiten, € 14,99)

Jüdische Woche auf dem Nachttisch: Heute begeben wir uns literarisch auf einen weiteren Roadtrip, diesmal durch Norwegen, mit einem 82-jährigen Protagonisten Weiterlesen „Einsatzbesprechung 02/15: Derek B. Miller: Ein seltsamer Ort zum Sterben“

Einsatzbesprechung 01/15: Titos Brille von Adriana Altaras

Bild: Kiepenheuer & Witsch
Bild: Kiepenheuer & Witsch

Adriana Altaras: Titos Brille. Die Geschichte meiner strapaziösen Familie (KiWi, Köln 2011, 272 Seiten, € 18,99)

 Zum Einstand der Einsatzbesprechungen wollen wir uns heute mit Frau Altaras und ihrer strapaziösen Familie (und deren Geschichte) beschäftigen, denn was Adriana Altaras hier als Erstlingsromanwerk vorgelegt hat, ist schlicht großartig: Jüdischer Witz (im Gegensatz zu deutschem Humor) Weiterlesen „Einsatzbesprechung 01/15: Titos Brille von Adriana Altaras“