Vortrag „Tierliebe und Menschenhass“

Liebe Vortragsinteressierte,

derzeit entsteht, basierend auf dem Vortrag „Tierliebe und Menschenhass“, ein Buch, das im Herbst 2019 im „konkret“-Verlag erscheinen wird. Vor Erscheinen ist es mir zeitlich leider nicht möglich, weitere Vortragstermine wahrzunehmen. Ab Januar 2020 wieder gerne – Anfragen bitte an: aufdemnachttisch [at] gmx.de. Vielen Dank für Verständnis und Geduld.

Kommende Termine:

12.12.2019 Stuttgart

10.1.2020 Oldenburg

Zum Inhalt:

Der Veganismus hat Probleme: seine Popularität und seine Anhängerinnen. Der Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen verkündet stolz, „Vollveganer“ zu sein. Der Rechtsesoteriker Ruediger Dahlke bereichert den Buchmarkt jedes Jahr mit einem neuen veganen „Peace Food“-Kochbuch. Holocaust-Relativierungen sind aus Diskussionen um die Ethik der Ernährung nicht wegzudenken.

In einer als unübersichtlich und chaotisch wahrgenommenen Umwelt, in der das Individuum keine Rolle spielt, scheint für manche Menschen alles, was mit dem nichtssagenden Label „alternativ“ versehen ist, ein erstrebenswerter Ort der Selbstbestimmtheit zu sein, der die Rückgewinnung von Kontrolle verspricht. Die bewusst gewählte und individuell gestaltete Lebensweise mit starker Betonung der Ernährung wird für manche zum ordnenden Korrektiv. Zum Tragen kommt auch hier die neoliberale Vorstellung von Freiheit, wo jede Einzelne ihr Identity-Ticket zieht und stolz präsentiert. Doch die Verheißung mittels Konversion zum Veganismus zu den Guten zu gehören, die nicht den Planeten zerstören und kein (Tier-)Leid anrichten, ist eine Illusion. Wird Veganismus zur bestimmenden Lebensweise und Weltanschauung, gehen mit ihm häufig eine Art Auserwähltheitsglaube sowie eine Religiosität zusammen, die sich sektenähnlich manifestieren kann.

Weite Teile der veganen Tierrechtsbewegung begrüßen Rassistinnen, Ökofaschistinnen und andere Menschenfeinde an Infoständen, auf Demonstrationen und als ihre medial wirksamen Fürsprecherinnen – der Schlachtruf lautet: „Hauptsache für die Tiere!“ Mira Landwehr erklärt, warum Tierliebe und Menschenhass so nah beieinander liegen und warum es so schwer ist, mit Leuten in der Szene darüber zu sprechen.

Vegane Muttis mit Globuli-Hausapotheke

Sucht man nach veganen Familien im Internet, spuckt die Suchmaschine als ersten Treffer Vegane-Familien.de aus, die die Ernährungsberaterin Carmen Hercegfi betreibt. Herzegfi macht derzeit eine Heilpraktikerinnenausbildung an der Fernschule Isolde Richter[i] und plant im Anschluss „systemische“ Arbeit und Familienaufstellung anzubieten, nach welcher Lehre konnte oder wollte sie auf Nachfrage nicht beantworten. Ihre „ganzheitliche“ vegane Ernährungsberatung ist ab 75 Euro pro Stunde zu haben; Weiterlesen „Vegane Muttis mit Globuli-Hausapotheke“

Das System Vagedes

Christian Vagedes ist Herausgeber des „Veganmagazin“, vertreibt Käse-Ersatzprodukte (Bedda) und organisiert eine Produktmesse (Veganfach). Außerdem ist er Gründer und Vorsitzender des Vereins Vegane Gesellschaft Deutschland e.V. (VGD), den er in erster Linie nutzt, um seine Produkte zu bewerben. Wer ist dieser Mann und wie hängen die VGD und die übrigen Unternehmungen von Vagedes zusammen?

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Kann Spuren von Empathie enthalten

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Lesen, was Veganer nicht wissen wollen: Christian Vagedes, Herausgeber des „Veganmagazin“, möchte nicht in die rechte Ecke gestellt werden. In konkret 2/17 war zu lesen, dass er den szenebekannten Querfrontaktivisten Gérald Hägele auf einer von seinem Magazin organisierten Tierrechtsdemonstration geduldet hatte. Auf Nachfrage einer Kritikerin zur Tolerierung von Rechten auf Demos und in veganen Kreisen betonte Vagedes, ein Ausschluss von „Andersdenkenden“ verstoße gegen „Demokratie und Menschenrechte“. Wie man sich selbst am besten in die rechte Ecke stellt, bewies Vagedes, indem er der Kritikerin vorwarf: „Die faschistoiden Methoden finden sich zum Beispiel auch in Deinen Freisler-mäßigen Fragestellungen. Weiterlesen „Kann Spuren von Empathie enthalten“

Das Keesemagazin

Veganmagazin Februar/März 2017
Veganmagazin Februar/März 2017

Was bekommt man für 5,90 Euro? Alle zwei Monate das „Veganmagazin“ zum Beispiel. Die verkaufte Auflage liegt laut Mediadaten bei 38.000. Herausgeber ist Christian Vagedes, der neben dem Magazin noch Käse-Ersatzprodukte (Bedda) vertreibt und eine Verkaufsmesse (Veganfach) organisiert. Außerdem ist Vagedes Gründer und Vorsitzender der Veganen Gesellschaft Deutschland e.V. (VGD), die er in erster Linie nutzt, um seine Produkte zu bewerben. Weiterlesen „Das Keesemagazin“

„Hühner-KZs“ und das „Auschwitz der Tiere“ – Die Frage nach der Legitimität des Holocaust-Vergleichs

Ist die heutige Praxis der Tierhaltung und -ausbeutung mit den Konzentrationslagern der Nazis vergleichbar und „darf“ man diesen Vergleich ziehen?

Wenn man den Holocaust an den europäischen Juden dem heute weltweit stattfindenden Schlachten von sogenannten Nutztieren gegenüberstellt, spielen – wenn auch unausgesprochen – immer die Opfer- und Todeszahlen in den vermeintlichen Vergleich mit hinein, was zwangsläufig zu einer Relativierung des Holocaust und seiner Opfer führt. Weiterlesen „„Hühner-KZs“ und das „Auschwitz der Tiere“ – Die Frage nach der Legitimität des Holocaust-Vergleichs“