xxx Bücher in 365 Tagen – März bis Juli 2017

In letzter Zeit habe ich wenig gelesen. Daher eine Zusammenfassung der letzten Monate:

Bild: Kein & Aber Pocket
Bild: Kein & Aber Pocket

Robert Seethaler: Der Trafikant (Kein & Aber Pocket, Zürich 2013, 249 Seiten, € 11,-)

Die Figuren lassen einen seltsam unberührt. Freud als Protagonist im Roman funktioniert häufig nicht, hier ist es ebenfalls so.

 

 

 

Bild: C. H. Beck

Anthony Doerr: Alles Licht, das wir nicht sehen (C. H. Beck, München 2016, 519 Seiten, € 19,95)

Eine blinde junge Französin, ein junger Deutscher. Keine Liebesgeschichte, sondern Lebenswege, die sich überkreuzen und vom Nationalsozialismus zerstört werden. Widerstand und Kapitulation im Großen wie im Kleinen.

 

 

Bild: Fischer Taschenbuch

Graeme Simsion: Das Rosie-Projekt (Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2015, 368 Seiten, € 9,99)

Vorhersehbar. Nimmt wenig wunder, dass es ein Bestseller ist.

 

 

 

Bild: Lübbe Audio

Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße (Lübbe Audio, Köln 2014, gelesen von Hannes Jaenicke, 333 Minuten)

Man mag von Herrn Jaenicke halten, was man will, aber vorlesen kann der Mann. Und Gaiman kann schreiben. Eine gute Kombination.

 

Bild: Fischer Taschenbuch

E. L. Doctorow: Der Marsch (Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2009, 416 Seiten, € 10,95)

Doctorow zeigt die Brutalität des Krieges, als er noch von Angesicht zu Angesicht stattfand, und dass sich seitdem außer der Technisierung wenig geändert hat.

 

 

Bild: Lübbe Audio

Haruki Murakami: Naokos Lächeln (Lübbe Audio, Köln 2015, ungekürzt, gelesen von David Nathan, 752 Minuten, € 7,95)

Wunderbar, sich Geschichten von David Nathan vorlesen zu lassen. Naokos Lächeln war das erste Buch, das ich von Murakami gelesen habe. Die Grundstimmung ist Hilflosigkeit, und dennoch ist es kein trauriges Buch.

 

Bild: KiWi

Joachim Meyerhoff: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke (KiWi 2017, 352 Seiten, € 10,99)

Perfekte Zug-, Ferien- und Überhaupt-Lektüre. Diese Großeltern! Großartig.

 

 

Bild: Edition Telok

Tilman Tarach: Der ewige Sündenbock. Israel, Heiliger Krieg und die „Protokolle der Weisen von Zion“ – Über die Scheinheiligkeit des traditionellen Bildes vom Nahostkonflikt (Edition Telok, Freiburg 2016, 5., aktualisierte Auflage, 336 Seiten, € 17,80)

Wer die Geschichte und Notwendigkeit der Existenz Israels verstehen will, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Man müsste jeden Satz zitieren, denn was Tarach an Hintergründen und Analysen liefert, ist in seiner Gesamtheit, aber auch in jedem einzelnen Beispiel frappierend.

 

Bild: Rowohlt Taschenbuch

Imre Kertész: Liquidation (Rowohlt Taschenbuch, Reinbek 2005, 144 Seiten, € 8,99)

Kertész lesen heißt Begreifen lernen. Und bei jedem seiner Werke frage ich mich: Wie lässt sich das Schreiben gegen das Sterben aushalten?

 

 

 

Bild: Fischer Taschenbuch

Rohinton Mistry: Das Gleichgewicht der Welt (Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1999, 864 Seiten, € 10,99)

Wenn ich Tragik bestimmen müsste, würde ich dieses Buch dafür heranziehen. Eine der Figuren lässt der Autor folgende Worte sprechen:

„Letztendlich ist unser Leben doch nur eine Reihe von Unfällen, Zufällen und Zwischenfällen – eine klirrende Kette zufälliger Ereignisse. Eine Aneinanderreihung von Entscheidungen, beiläufigen oder absichtlichen, die diese eine große Kalamität ergeben, die wir Leben nennen.“

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